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Lifestyle | 04.09.2017

Streetfood - Wir essen draußen

Dass Streetfood eine coole Alternative zum Leberkässemmerl ist, ist mittlerweile in aller Munde. In Salzburg sprießen Foodtrucks mit ihren mobilen Küchen überall aus dem Boden. look! Salzburg verrät Ihnen, was in den heißesten Kisten so gezaubert wird.

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Thomas Kirchmaier

Mit herkömmlichen Imbissbuden haben die trendigen Foodtrucks so gut wie gar nichts mehr gemein. Im Gegenteil: Seit die Buden Räder bekommen haben, ist Fast Food von der Straße nicht nur total angesagt, sondern kann sich auch in Sachen Qualität absolut sehen lassen.

Der Trend kommt, eh klar, aus Amerika. Mittlerweile rollen auch in Salzburg die Trucks durch die Stadt. „Fast wöchentlich gehen neue Food-trucks on tour und ab September werden wir insgesamt elf hochkarätige Foodtruck-Betreiber in unserem Salzburg-Portfolio haben. Damit ist Salzburg die Foodtruck-Hauptstadt Österreichs“, sagt Lars Kroiss, Gründer von „Foodtruck Österreich“ und Betreiber des mexikanischen Foodtrucks „Mucho Gusto“, stolz. Das Angebot der rollenden Küchen und Bars reicht vom Veggie-Burger über mexikanische Küche, Risotto bis hin zu  Kaffeespezialitäten in allen Variationen.


Gesund und vegan. Wir starten unseren Lokalaugenschein bei Cassandra Winter am Parkplatz vor dem Bio-Supermarkt „Basic“ in der Salzburger Alpenstraße. Jeden Mittwoch um die Mittagszeit steht Cassandra hier mit ihrem selbstgebauten Trailer namens „Vleischpflanzerl“. Das „V“ steht für „Vegan“ und der Name ist Programm: Alles, was hier über den Tresen kommt, ist vegan.
Selbst Veganerin, hat Cassandra aus der Not eine Tugend gemacht. „Auswärts gab es kaum Angebote für Veganer, der größte Teil der angebotenen Speisen war kaum schmackhaft“, erzählt die Salzburgerin von der Geburt ihrer Businessidee. Sie begann in ihrer Küche zu experimentieren, um ein leckeres veganes Laibchen zu kreieren. Herausgekommen ist dann ein Linsenlaibchen Linsenpaddy, wie es in der Burgersprache heißt , das Geschmack, Bissfestigkeit und Konsistenz in sich vereint, so wie man es sich von einem klassischen Burger wünscht. Seit zwei Jahren tourt die 45-jährige ursprüngliche Balletttänzerin nun durch die Lande und würde den Schritt in die Selbstständigkeit jederzeit wieder wagen. „Jeder Tag ist anders, ich lerne immer wieder neue Leute kennen, und ich bin süchtig nach den glücklichen Gesichtern der Kunden, wenn sie voller Vorfreude in meine Burger beißen“, strahlt Cassandra. „Ich komme gerne hierher“, erzählt Stammkundin Eva. „Wir haben zwar eine Betriebskantine und den Supermarkt um die Ecke, aber ein Mal in der Woche ist so ein Veggie-Burger eine erfreuliche Abwechslung. “We love Coffee. Nicht nur die Salzburgerinnen und Salzburger sind verrückt nach gutem Kaffee. Auch Ivi und Jana Zlatic lieben Kaffee in allen Variationen. Ihre Leidenschaft haben sie vor ein paar Jahren zum Beruf gemacht.

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Thomas Kirchmaier

„We love Coffee“ ist nicht nur ihr persönliches Credo, sondern auch der Name ihrer Unternehmen. Gestartet ist Jana mit dem mittlerweile überaus beliebten und bekannten Mini-Stehcafé am Mozartsteg. Wenig später dann hat sich ihr Mann Ivi auf die Räder gemacht und düst seit 2012 mit seiner „Coffee-Ape“ überall dorthin, wo guter Kaffee dringend gebraucht wird. Zum Beispiel am Kapitelplatz beim Sternenkino. Während dort Hunderte Cineasten in brütender Hitze auf den Filmbeginn warten, geht sich noch schnell ein guter Kaffee aus. Empfehlenswert und quasi unverzichtbar bei diesem Wetter: Iced Coffee. Trotz der beigemengten Eiswürfel verliert der Kaffee nichts an Aroma, die angenehm cremige Konsistenz ist ein wahrer Gaumenschmeichler. Schade, dass nicht immer Sommer ist. „Ape“ ist übrigens die italienische Bezeichnung für Biene der dreirädrige Kleintransporter dürfte vielen aus Urlauben in Bella Italia bekannt sein. „To go“, so lautet eigentlich das Konzept von „We love Coffee“. Doch die Stehtischchen, die sich um die Ape tummeln, sind meist gut besucht. Schön, wenn sich ein Plausch mit Inhaber Ivi ausgeht. Angeboten werden neben Klassikern wie Espresso, Cappuccino und Latte macchiato auch trendige Drinks wie „Flat White“ (doppelter Espresso mit Milchschaum), „Chai Latte“ oder „Cold Brew Eistee“ (kalt aufgebrühter Eistee).

Tradition unterwegs. Was stationär funktioniert, sollte auch mobil gut klappen, dachten sich Mucho-Gusto-Betreiber Eva und Lara Kroiss sowie Robert Patzer und Andreas Fuchs vom legendären „Daimlers“ in der Imbergstraße. Die Kroiss’ zählen sozusagen zu den Urgesteinen, den Pionieren der Salzburger Streetfood-Szene. Sie machen mit ihrem Foodtruck „Mucho Gusto“ bereits seit 2014 Geschmack auf Mexiko. Zu den Highlights ihrer Küche zählt der „Chicken Tinga“, der mit frischen Tomaten und Chipotle-Chili-Soße eine scharfe Gaumenfreude ist. „Über unseren Trucktresen wandern nur Gerichte aus regionalen sowie
saisonalen Zutaten, die frisch zubereitet werden. Die Rezepte sind original, die Gewürze werden aus Mexiko importiert und die Kräuter für die Soßen kommen großteils aus meinem eigenen Garten“, berichtet Eva
Kroiss stolz.


Californian Way of Life. Burger in allen Variationen bieten Andreas Fuchs und Robert Patzer besser bekannt als Andi & Robert mit ihrem Foodtruck „D’s“. Robert, der sechs Jahre lang in San Diego in Südkalifornien als Koch unterwegs war, hat die Idee der Food-trucks nach Salzburg importiert. Seit rund zwei Jahren tingeln die beiden nun mit ihren innovativen Burgerkreationen durch Stadt und Land und haben ihren Entschluss, sich selbstständig „on tour“ zu machen, keine Sekunde lang bereut. „Der Stress ist nicht das Problem daran ist man in der Gastronomie sowieso gewöhnt. Was die Arbeit hier so schön macht, ist die Gemeinschaft in der Food-truck-Community. Während in der Gastronomie oft die ‚Ellenbogentechnik‘ vorherrscht, gibt es hier bei uns einen großen Zusammenhalt“, erzählt Robert. Jeden Tag gibt es an unterschiedlichen Standorten sieben unterschiedliche Burger. Einer davon ist jeweils der „Burger der Woche“. So bleibt es auch für Stammkunden immer wieder spannend und kulinarisch abwechslungsreich.

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Thomas Kirchmaier
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