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Beauty | 06.08.2019

Natürliche Linderung

Wenn die Haut zu viel Sonne abbekommen hat, ist rasche Hilfe gefragt. Diese Hausmittel wirken kühlend und lassen den Sonnenbrand abheilen.

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Foto: Shutterstock

Galt früher noble Blässe als Schönheitsideal, ist es heute in unseren Breitengraden die Sonnenbräune. Wer nicht braun gebrannt aus dem Sommerurlaub zurückkommt, hat etwas falsch gemacht. Doch der Schneewittchen-Teint kommt dank des immer stärker werdenden Gesundheitsbewusstseins, dass zuviel Sonne der Haut schadet, auch im sonnenteintsüchtigen Westen immer mehr in Trend. Das Motto „Blass ist das neue Braun“ ist längst kein Märchen mehr.

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Oftmals ist beim ausgedehnten Sonnenbaden die Nachsicht nämlich sehr schmerzhaft. Gerötete Haut, die im schlimmsten Fall Blasen wirft, ist die schmerzvolle Konsequenz von zu wenig Sonnenschutz und zu viel Sonnenaufenthalt. Abhängig vom Hauttyp reichen schon wenige Minuten in der prallen Sonne, dass die Haut verbrennt. Besonders Gesicht, Dekolleté, Schultern und Nacken bieten den UV-Strahlen mehr Angriffsfläche, da die Haut dieser Körperpartien sehr dünn und empfindlich sowie besonders häufig der Sonnenstrahlung ausgesetzt und selten durch Kleidung geschützt ist.

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Wenn man einen Sonnenbrand behandeln muss, ist schon einiges falsch gelaufen. Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme wäre die Sonne überhaupt zu meiden. Da man sich neben dem bewussten In-der-Sonne-Liegen aber durch jeden Aufenthalt im Freien der UV-Strahlung aussetzt, haben Eincremen und der Schutz durch entsprechende Kleidung die oberste Priorität. Sobald sich die ersten Symptome – Haut­rötung, Spannungs- und Hitzegefühl – bemerkbar machen, heißt es handeln. Wer keine After-Sun-Pflegeprodukte zur Hand hat, findet im Haushalt einige nützliche Lebensmittel, die bei Sonnenbrand Erste Hilfe leisten können.


It’s tea time!

Kamille, Ringelblume oder Grüner Tee beruhigen nicht nur bei gesundheitlichen Beschwerden, wenn sie getrunken werden, sondern auch als Umschlag. Aufgebrüht und abgekühlt, wird ein sauberes Tuch im Tee getränkt und auf die betroffene Hautstelle gelegt. Die beruhigenden Stoffe helfen der Haut bei der Regeneration, wirken entzündungshemmend und lindern Schmerzen und Schwellungen.

Eiskalt erwischt.

Wichtig ist es, die betroffenen Hautstellen zu kühlen. Eine kalte Dusche, Kaltkompressen oder kalte Umschläge mit feuchten Tüchern schaffen erste Linderung. Aber hier ist Vorsicht geboten: Ein Temperaturschock ist möglich! Statt eiskaltes Wasser zu verwenden, ist es besser, die erhitzten und geröteten Stellen mit lauwarmem Wasser abzukühlen.

Eine gute Mischung.

Zusätzliche Linderung schafft in Wasser aufgelöstes Natron: Im Verhältnis ein Teelöffel mit einem Liter Wasser mischen und die Tücher für den Wickel im Natronwasser tränken. Das weiße basische Pulver, das meist als Backtriebmittel verwendet wird, hat einen beruhigenden Effekt auf die gereizte Haut. Ähnlich wirkt mit Wasser gemischter Apfelessig, der als Wickel kühlt und die Heilung der Haut beschleunigt. Die im Essig enthaltene leichte Säure wirkt desinfizierend und entzündungshemmend und hilft, die Schutzschicht der Haut wieder zu stärken.

Tierisch gut.

Zu den absoluten Klassikern unter den Hausmitteln zählen Joghurt und Topfen, die Feuchtigkeit spenden und Schmerzen lindern. Direkt auf die Haut aufgetragen oder auf ein sauberes Tuch verteilt und umwickelt, helfen die kalten Milchprodukte bei Sonnenbrand ersten Grades. Bei schweren Verbrennungen oder offenen Wunden dürfen Joghurt und Topfen nicht auf die Haut, da die enthaltenen Bakterien Infektionen auslösen können.