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Beauty | 16.12.2019

Ein kleiner Muskel ganz groß: der Beckenboden

Kennen Sie Ihren Beckenboden? Nein? Das ist nicht ungewöhnlich – nur wenige Menschen wissen über den Muskel, der viele wichtige Funktionen hat, Bescheid. Dabei sollte dieser genauso trainiert werden wie andere Muskelgruppen. Wir erklären, warum ein trainierter Beckenboden so wichtig ist.

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Was kann der Beckenboden?

Der Beckenboden besteht aus Bindegewebe, Bändern und Muskeln. Das Geflecht hängt wie eine straff gespannte Hängematte im unteren Becken und verbindet die Innenseiten der Beckenknochen miteinander. Der Beckenboden hat mehrerer wichtige Funktionen. So ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir uns aufrecht bewegen können. Er trägt unter anderem die Hauptlast der Bauch- und Beckenorgane und in der Schwangerschaft auch das Gewicht des Kindes. Der Beckenboden ist außerdem wichtig für die Blasenkontrolle, denn er verschließt die Harnröhre und sorgt dafür, dass der Urin sicher in der Blase bleibt. Vor allem bei hohem Druck, wie er beim Lachen, Husten oder beim Heben schwerer Gegenstände entsteht, spannt sich die Beckenbodenmuskulatur an. Beim Toilettengang, aber auch beim Geschlechtsverkehr und der Geburt, entspannen sich die Beckenbodenmuskeln.

 

Starker Beckenboden ist wichtig

Der Beckenboden hat viele wichtige Aufgaben, die er bei Schwächung des Gewebes nicht mehr richtig erfüllen kann. Die Muskulatur kann beispielsweise durch die Schwangerschaft oder Geburt beeinträchtig werden und es kann zu einer Blasenschwäche kommen, da er nicht mehr in der Lage ist, die Harnröhre zu verschließen. Es gibt unterschiedliche Arten der Inkontinenz und es sind weitaus mehr Menschen davon betroffen, wie hier anschaulich erklärt wird. Der Ratgeber fasst zusammen, welche Arten der Blasenschwäche existieren und welche Möglichkeiten es gibt, eine Blasenschwäche zu therapieren.

 

Beckenboden spüren und trainieren

Einer Beckenbodenschwäche lässt sich mit dem richtigen Training oft vorbeugen – und nicht erst, wenn es schon zu spät ist. Es ist empfehlenswert, dass jede Frau jeden Alters regelmäßig Übungen durchführt, um ihre Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Die Schwierigkeit dabei: Der Beckenboden ist ein Muskel, den man weder sieht noch spürt. Daher ist es wichtig, vor dem Training zunächst Übungen auszuführen, die darauf abzielen, den Beckenbodens bewusst wahrzunehmen.

 

Am einfachsten lässt sich der Beckenboden erspüren, wenn man sich vorstellt, man würde den Urinstrahl anhalten. In diesem Moment werden die Muskeln angespannt und bei richtiger Ausführung spürt man eine leichte Hebung der Beckenbodenmuskeln. Eine weitere Möglichkeit, den Muskel zu spüren, funktioniert folgendermaßen: Hierfür wird ein eingerolltes Handtuch längs auf einen Stuhl gelegt und man selbst setzt sich in die Mitte der Handtuchrolle. Nun sollte mit dem Eigengewicht Druck auf die Handtuchrolle ausgeübt werden, sodass die Rolle auf den Damm drückt und schon wird der Muskel spürbar. Sind die Wahrnehmungsübungen erfolgreich, ist es möglich nun gezielte Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auszuführen. Es gibt zahlreiche Anleitungen, die die einzelnen Trainingseinheiten Schritt für Schritt erklären.

 

Übrigens: Ein gestärkter Beckenboden ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern unterstützt auch die Sexualität, weshalb der Beckenboden auch „Liebesmuskel“ genannt wird. Ein starker Beckenboden steigert die Durchblutung in den Sexualorganen, was zu einer höheren Empfindsamkeit führen kann. Zudem kann die Frau beim Anspannen des Muskels den Partner viel intensiver spüren.