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Lifestyle | 22.10.2018

Belize – Vielfältiges Naturparadies

Henry of Wales, Cameron Diaz und Jennifer Lawrence können nicht irren – sie alle haben Belize an der mittelamerikanischen Karibikküste als ihr Feriendomizil gewählt.

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© Werner Thiele

Die ehemalige Kolonie „Britisch-Honduras“ mag mit der knapp doppelten Größe von Tirol ein Winzling auf der Landkarte sein, doch was die Abenteuer- und Urlaubsvielfalt betrifft, präsentiert sich das kleine Land ganz groß. Von Savannenregionen über üppigen Dschungel hin zu karibischen Strand- und Inselparadiesen bietet das einzige mittelamerikanische Land mit englischer Amtssprache jede Menge geografischer Vielfalt. Doch nicht nur Liebhaber abwechslungsreicher Topografie kommen in Belize auf ihre Kosten – auch historisch interessierte Kulturfans finden mehr Sehenswürdigkeiten, als sich in einem Urlaub erkunden lassen.

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© Werner Thiele

Kultstätte. Mitten im tropischen Dschungel liegt eine besondere Maya-Kultstätte. Actun Tunichil Muknal – auch als „ATM“ bekannt – ist ein Höhlensystem, das den Maya einst als kultische Opferstätte diente. Um zum Eingang des fast fünf Kilometer langen Höhlensystems zu gelangen, wandert man gut 30 Minuten durch üppigen Dschungel. Das Abenteuer beginnt schon bei den drei zu durchquerenden Flüssen – je nach Wasserstand geht das nur schwimmend. Man tut also gut daran, Badekleidung und schnell trocknende Wanderkleidung sowie entsprechendes rutsch- und wasserfestes Schuhwerk zu tragen. Im glasklaren Wasser wundert man sich über die Wortherkunft von „Belize“ – Sprachwissenschaftlern zufolge geht der Landesname auf das Maya-Wort „belix“ zurück, was so viel wie „schlammig“ oder „trübes Wasser“ bedeutet. Am Höhleneingang geht es schwimmend durch ein kühles Becken, ehe man gut eine Stunde durch das Höhlenlabyrinth wandert, schwimmt und klettert. An einem großen Felsblock wird dann nach oben geklettert, bis man die obere Höhle erreicht, in der man die „Crystal Maiden“ vorfindet – ein weibliches Skelett, das wohl seit gut 1.000 Jahren dort liegt und durch die Mineralien der Höhle einen kristallinen Schimmer angenommen hat. Der Totenschädel scheint im Schein der Lampen mystisch zu lächeln. Warum sie und die anderen jungen Menschen in der Höhle vor langer Zeit den Göttern geopfert wurden, weiß keiner.

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© Werner Thiele

Ruinen. Weniger gruselig, aber kaum weniger beeindruckend sind die Maya-Ruinen von Xunantunich, knappe 15 Kilometer südwestlich von San Ignacio. 25 Tempel und Bauten wollen hier besichtigt werden – unter ihnen die auffällige, 42 Meter hohe Pyramide „El Castillo“, von deren Spitze man eine herrliche Aussicht über das gesamte Areal genießen kann. Bei guter Sicht reicht der Blick bis Guatemala! Wer hitzeresistent ist, sollte sich an den Aufstieg machen – auch wenn man sich in der gleißenden Sonne und der tropischen Hitze wieder in die finstere Kühle der ATM-Höhle zurücksehnt. So alt „El Castillo“ sein mag – es handelt sich dabei immer noch um das höchste Gebäude von ganz Belize! Naturliebhaber und Tierfans werden im Belize Zoo ihre Freude haben. Es handelt sich um einen Tierpark mitten im Dschungel, in dem sich seit 1983 heimische Tierarten wie Jaguar, Tukan, Tapir, diverse Affenarten und vieles mehr in ihrer fast natürlichen Umgebung bestaunen und fotografieren lassen – beinahe wie in freier Wildbahn, aber mit höherer fotografischer Trefferquote. 

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© Werner Thiele

Belize Barrier Reef. Kein Belize-Urlaub wäre komplett ohne eine Erkundung des Belize Barrier Reef, das der Küste vorgelagert zwischen 300 Metern und 40 Kilometern im warmen, klaren Wasser der Karibik zu finden ist. Es ist Teil des großen karibischen Riffsystems, dass mit einer Länge von 900 Kilometern nach dem australischen Great Barrier Reef das zweitlängste der Welt ist. Hier findet sich auch das bekannte Lighthouse Reef mit dem UNESCO-Weltnaturerbe „Great Blue Hole“. Seine ganze Schönheit offenbart das Naturwunder aus der Luft: Das Dunkelblau des Lochs hebt sich überdeutlich von der türkisen karibischen See ab. Den Abend lässt man am besten bei einem kühlen Drink, ein paar tropischen Früchten und gebratenen Meeresfrüchten am Strand ausklingen. Wer um Nachhaltigkeit und Naturschutz bemüht ist, bestellt als Hauptgang Rotfeuerfisch. Der schön anzuschauende farbenprächtige Fisch mit den giftigen Stacheln ist einer der aggressivsten Neozoen (nicht-heimische Tierart) und macht den heimischen Fischarten durch seine explosive Vermehrung und die Tatsache, dass er kaum natürliche Feinde hat, schwer zu schaffen. Und halten Sie beim Abendessen die Augen offen – es kann sein, dass Cameron oder Jennifer für einen Spaziergang am Strand an Ihnen vorbeihuscht!

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© Werner Thiele