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Lifestyle | 27.03.2019

Zero Waste

Konsumverweigerung, Abfallvermeidung, Wiederverwertung. Der Nachhaltigkeitsgedanke hat längst Einzug in unsere Köpfe und Herzen gehalten. Um auch in der Küche – ohne geschmackliche oder optische Einbußen – Lebensmittel bis zur letzten Faser zu verarbeiten, haben wir Rezepte gesammelt, die sich sehen lassen können.

Bild 167_Brotlinge.jpg (1)
Foto: Annabell Sievert

Brotlinge mit knusprigen Ofenpommes

2 Portionen

Zubereitungszeit: 40 Minuten

ZUTATEN

  • 200 g altbackenes Brot in Scheiben oder Würfeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • oder 3 – 4 Frühlingszwiebeln
  • 3 – 4 EL Semmelbrösel
  • optional 1 Handvoll Spinat/Rucola/Kapern/getrocknete Tomaten/Pilze/Oliven
  • Salz, Pfeffer

Pommes

  • 250 g Kartoffeln
  • 2 EL Pflanzenöl (Sonnenblumen-, Rapsöl)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Polenta
  • Salz, Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einem Wasserkocher Wasser zum Kochen bringen. Das altbackene Brot in einer Schüssel mit Wasser übergießen, sodass alles gut bedeckt ist. Je nach Größe der Brotstücke 5 bis 10 Minuten aufweichen lassen. Die Kartoffeln waschen, wenn sie aus Bio-Anbau sind, kann die Schale bleiben. Zuerst in Scheiben, dann in Stäbchen schneiden. Am einfachsten geht das, wenn man die Kartoffel auf das Brett legt und schaut, auf welcher Seite sie von selbst liegen bleibt. Die Kartoffelstäbchen zusammen mit dem Öl, dem Paprikapulver, der Polenta und etwas Salz und Pfeffer in einen Lebensmittelbehälter geben. Deckel darauf  geben und gut durchschütteln. Auf einem Backblech verteilen und im Backofen bei 200 °C 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Pfannenwender wenden und weitere 10 Minuten backen, bis die Pommes schön gebräunt und knusprig sind. In der Zwischenzeit die Brotlinge zubereiten. Dafür das eingeweichte Brot in einem Sieb abgießen. Zwiebeln / Frühlingszwiebeln schälen / säubern und fein würfeln. Zusammen mit den Semmelbröseln unter die Brotstücke kneten. Nach Belieben weitere fein gewürfelte Zutaten dazugeben und kneten. Mit Salz, Pfeffer und beliebigen weiteren Gewürzen abschmecken. Wichtig ist, dass die Masse nicht zu feucht ist und formbar bleibt. Nach Bedarf mehr Semmelbrösel dazugeben. Patties formen. In einer Pfanne mit genügend Öl von beiden Seiten knusprig braten.

Bild 55_Gefüllte Paprika_03.jpg (1)
Foto: Annabell Sievert

Paprika gefüllt mit Spinat-Zitronen-Reis

2 Portionen

Zubereitungszeit: 40 Minuten

ZUTATEN
• 4 mittelgroße Paprika
• 1 große Handvoll Spinat
• 1 Bio-Zitrone, Saft und Zesten
• 1⁄2 oder 1 kleine Zwiebel
• 2 EL Pflanzenöl
• 350 g gekochter Reis (ungekocht 150 g)
• 2 EL Nussmus (Mandelmus, Cashewmus, Sonnenblumenkernmus, Tahini)
• Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei jeder Paprika den „Deckel“ abschneiden und das Kerngehäuse entfernen. Das ausgehöhlte Gemüse auswaschen. Den Spinat ebenfalls sorgfältig waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Von der Zitrone Zesten abreiben. Etwa die Hälfte wird für dieses Rezept verwendet, den Rest auf einem Teller trocknen lassen und für eine andere Verwendung aufbewahren. Den Zitronensaft auspressen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Die Spinatblätter dazugeben. Umrühren und 3 bis 4 Minuten dünsten, dann mit dem Zitronensaft ablöschen. Den Reis und das Nussmus dazugeben und alles gut vermengen. Erst probieren und nach Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllung auf die Paprika aufteilen, mithilfe eines Esslöffels gut hineindrücken und den „Deckel“ daraufsetzen. In einer leicht gefetteten Auflaufform 20bis 30 Minuten bei 180 °C backen, bis die Haut weich und gebräunt ist und Blasen bekommt.

Bild 15_Brokkoli Pasta.jpg (2)
Foto: Annabell Sievert

Cremige Brokkoli-Pasta

2 Portionen

Zubereitungszeit: 30 Minuten

ZUTATEN

  • 1⁄2 oder 1 kleiner Kopf Brokkoli (ca. 300 g)
  • 300 g Nudeln
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Sojasauce
  • 100 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

ZUBEREITUNG

In einem Topf Wasser aufsetzen. Den Brokkoli waschen, die Röschen vom Stiel lösen und etwas zerkleinern. Den Stiel in kleine Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser einige Minuten weich kochen. Mit einer Schaumkelle herausfischen, zum Abkühlen beiseitestellen und anschließend die Nudeln im selben Wasser al dente kochen. Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, damit sich das Gluten abwäscht und sie nicht zusammenkleben. In einer Pfanne 2 Esslöffel Öl erhitzen und die Röschen darin anrösten. Wenn sie leicht gebräunt, aber noch knackig sind, die Sonnenblumenkerne dazugeben. Sobald diese ebenfalls Farbe bekommen, mit der Sojasauce ablöschen. Für die Nudelsauce die gekochten Brokkoli-Stiele zusammen mit 100 Milliliter Wasser und 2 Esslöffel Olivenöl fein pürieren und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Sauce mit den gekochten Nudeln vermengen und gegebenenfalls noch einmal kurz erwärmen. Portionieren und mit dem gerösteten Röschen-Sonnenblumenkern-Topping servieren.

Bild 164_Gemüsequiche 2.jpg
Foto: Annabell Sievert

Semmelbrösel-Quiche

Für eine Springform mit 25 cm Durchmesser

Zubereitungszeit: 60 Minuten

ZUTATEN

  • Boden
  • 150 g Semmelbrösel, am besten selbst
  • gemacht
  • 1⁄2 TL Salz
  • 2 TL gehackter Rosmarin
  • 4 EL Olivenöl
  • 150 ml Wasser

FÜLLUNG

  • Gemüse nach Belieben (wie 5 – 8 Cherrytomaten, 1 Handvoll Rucola, Blattspinat oder 1⁄2 Stange Lauch oder 1 Handvoll Pilze)
  • 400 g Seidentofu oder Naturtofu
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Pflanzenöl
  • Nach Belieben 2 EL Hefeflocken (gibt es im Bioladen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • optional 1 Prise Kurkuma

 

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Boden Semmelbrösel, Salz und den fein gehackten Rosmarin in einer Schüssel verrühren, Öl und Wasser dazugeben und miteinander verkneten, bis ein krümeliger, aber kompakter Teig entsteht. Den Teig in eine eingeölte Springform geben und die Masse mit dem Handballen und den Fingern gleichmäßig flachdrücken. Mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten vorbacken. Das Gemüse waschen, größere Salatblätter vom Struck befreien und in Streifen schneiden. Auch der Strunk kann, superfein geschnitten, mit in die Füllung. Tomaten und Pilze halbieren. Den Seidentofu mit der Stärke, 2 Esslöffeln Öl, den Hefeflocken und der geschälten Knoblauchzehe pürieren. Bei Verwendung von normalem Naturtofu circa 100 ml Wasser dazugeben, bei Bedarf mehr, um eine flüssig-cremige Konsistenz zu erreichen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Auf dem vorgebackenen Boden verteilen, Gemüsefüllung locker darauf streuen und leicht eindrücken. Pilze und Tomaten mit der Schnittseite nach oben legen.  Auf mittlerer Schiene zuerst 20 Minuten bei 180 °C backen, dann weitere 15 Minuten bei 150 °C, bis die Masse gestockt ist. Vor Anschnitt kurz ruhen lassen, Rand mit einem Messer von der Form lösen, warm oder kalt genießen.

Bild 183_Kartoffelgnocchi.jpg (1)
Foto: Annabell Sievert

Kartoffelgnocchi mit Ofentomaten und Salbei

2 Portionen

Zubereitungszeit: 50 Minuten

ZUTATEN

  • 1 Handvoll (Cherry-)Tomaten
  • 5 EL Olivenöl
  • ca. 1 1⁄2 TL Salz
  • etwa 10 Blätter Salbei, frisch oder getrocknet
  • 500 g Kartoffeln
  • 150 g Mehl (Type 00 oder 550)

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tomaten zusammen mit 2 EL Olivenöl, etwas Salz und einigen der Salbeiblätter auf ein Backblech oder in eine Auflaufform geben. Je nach Größe im Ofen 10 bis 15 Minuten grillen, bis sie aufplatzen und weich werden. Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Salzwasser bedeckt weich kochen. Wichtig ist, dass die Kartoffeln nicht zu wässrig werden, sonst werden die Gnocchi matschig. Nach dem Abtropfen die noch warmen Kartoffeln durch eine Presse drücken. Wenn es keine Presse gibt, kann man auch die „flotte Lotte“ oder eine Gemüsereibe verwenden. Die Kartoffelmasse auf eine Arbeitsfläche geben und das Mehl darübersieben. Da jedes Mehl und jede Kartoffel anders reagieren, zunächst etwas Mehl verkneten. Wenn die Masse noch zu weich ist, den Rest dazugeben. Sollte sie wider Erwarten immer noch zu weich sein, vorsichtig noch etwas mehr Mehl verarbeiten. Viele traditionelle Rezepte enthalten gar kein Salz, da es oft reicht, wenn die Sauce oder Beilage gesalzen ist. Bei Bedarf 1 TL Salz dazugeben. Wichtig ist, nur so lange zu kneten, bis eine homogene Masse entsteht. Diese in 4 bis 5 Portionen teilen, die Portionen zu daumendicken Rollen formen. Die Rollen mit einem scharfen Messer in haselnussgroße Stücke schneiden. Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit einer Gabel in die typische Gnocchiform drücken. In einer tiefen Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen und die restlichen Salbeiblätter darin knusprig anbraten. Die Ofentomaten dazugeben. Die Gnocchi in einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Salzwasser etwa 2 Minuten kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle abschöpfen und direkt in die Pfanne geben und kurz durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.


Bild Zero Waste_Cover_2D.jpg
ZUM NACHLESEN: "Zero Waste Küche" von Sophia Hoffmann, ZS Verlag, um € 25,70, ISBN 978-3-89883-854-2