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Lifestyle | 03.05.2019

Gartentrends 2019

Von zurück zum Ursprung bis total digital. Die Gartentrends 2019 zeigen sich so vielfältig wie die Pflanzenwelt selbst. Mit dabei sind nicht nur die bereits bekannten vertikalen Gärten, sondern auch blühende Zäune und der Anbau von Superfood.

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Foto: Shutterstock

Alle Jahre wieder hegen und pflegen wir unsere Gärten. Um die Außenflächen fit für die warme Jahreszeit zu machen, bedarf es dabei meist an etwas Arbeit, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnet werden kann. Zum Glück gibt es für 2019 spannende Gartentrends, bei denen sich alles um Natürlichkeit und Vielfalt dreht.

Hochbeet und Kräuterspirale. Das Hochbeet erfährt bereits seit einigen Jahren einen regelrechten Hype. Geht es hierbei in erster Linie um einen praktischen Aspekt – denn bei erhöhten Beeten sammelt sich weniger Unkraut an, die Schneckenplage bleibt aus, ein schnelleres Wachstum ist erwiesen und die Arbeitshöhe zeigt sich als optimal –, so werden sie auch in städtischen Gebieten immer beliebter. Eine dreidimensionale Form des Hochbeets ist dabei die Kräuterspirale oder -schnecke. Auf kleinstem Raum werden hier vor allem Küchenkräuter, auch mit unterschiedlichen Standortansprüchen, dicht nebeneinander gepflanzt. Es gibt dabei verschiedenste Formen und Gestaltungsmöglichkeiten – erlaubt ist, was gefällt und den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

 

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Bienenliebe. Die Verwendung von Pestiziden in der modernen Landwirtschaft beeinträchtig den Lebensraum vieler Insekten vermehrt. Insbesondere die Zahl der Wildbienen nimmt von Jahr zu Jahr ab. Einer der Trends 2019 ist deshalb ein bienenfreundlicher Garten. Diverse Pflanzen wie Lavendel, Himbeere oder Kletterrosen, um nur einige zu nennen, blühen nicht nur herrlich schön und duften lieblich. Sie verwandeln unsere Grünflächen in ein wahres Bienenparadies. Ein kleiner Wasserzulauf, der Verzicht auf chemische Dünger oder Spritzmittel und darüber hinaus vielleicht sogar ein Insektenhotel helfen dem natürlichen Ökosystem, sich wieder etwas zu erholen. Die intensivere Bestäubung von Obst und Gemüse durch die fleißigen Bienen schenkt uns außerdem eine reichere Ernte.

 

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Wildes Gartenparadies. Mit einem bienenfreundlichen Ambiente geht meist auch ein naturnaher Garten einher. Akkurat gepflegte Rasen und Büsche machen nicht nur viel Arbeit, sondern wirken streng und oftmals wenig einladend. Wird eine Grünfläche mit diversen Büschen, Sträuchern und Blumen bepflanzt, die wild wachsen dürfen, wird dem Auge ein zauberhafter und mystischer Anblick geboten. Hier fühlt sich nicht nur Mensch wohl, sondern es verbringen auch diverse Tiere wie Ameisen, Igel oder eben Bienen gerne mehr Zeit hier und bereichern unseren Alltag.

Mauerblümchen. Dieses Jahr im Gartentrend sind auch die sogenannten blühenden Zäune. Eine Abgrenzung zum Nachbarn oder zur Straße muss nicht immer feindlich und karg aussehen. Ein schlichter Sichtschutz kann durch die unterschiedlichsten Pflanzen ganz einfach verschönert werden. Ob Kletterpflanze, Rankengewächs, Großstaude oder üppige Blumen – durch Pflanzen wird ein unansehnlicher Zaun belebt und kann direkt in die Gartengestaltung einbezogen werden. Hier eignet sich vor allem der Blauregen mit seiner üppigen Blütenpracht, während Kletterrosen und Waldreben sich elegant am Zaun entlang räkeln.

 

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An der Wand. Aber nicht nur am Boden und entlang der Zäune und Mauern blüht und gedeiht es dieses Jahr in unseren Gärten richtig üppig. Auch Blumenampeln, hängende Töpfe oder vertikale Gärten sind hoch im Kurs. Galten sie lange Zeit als altmodisch und verstaubt, werden die von Decken und Mauern baumelnden Pflanzen wieder als dekorativer Blickfang eingesetzt. Bestehen die Ampeln dabei aus Beton, Metall oder Glas und nicht aus Rattan oder Bambus und sind sie in geometrischen Formen gestaltet, so zeigen sie sich durchaus modern und schick. Eine besondere Art der in die Lüfte gehobenen Töpfe und Schalen ist der vertikale Garten. Wenn Kräuter und Pflanzen entlang einer Wand, auf einer Blumentreppe oder in anderen gestapelten Behältern angesiedelt werden, erfüllt dies nicht nur einen dekorativen Zweck, sondern es ist auch noch sehr platzsparend. Vertikales Gärtnern eignet sich ebenso wunderbar, um Obst und Gemüse anzubauen und auch kleine Balkone oder Terrassen in ein üppiges Pflanzenparadies zu verwandeln.

 

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Smart Garden. Dass Technik durchaus auch zum Garten passt, wird ebenso mit den 2019er-Trends aufgezeigt. Der eigene Hausgarten kann mit der neuesten Technik ausgestattet und in einen „intelligenten Garten“ verwandelt werden. Somit kann die Arbeit erleichtert werden, lästige Routinearbeiten fallen sogar weg oder lassen sich per Knopfdruck erledigen. Mit einer passenden App verbunden, kann beispielsweise die Sprenkleranlage aus dem Büro gestartet werden, und auch bei längerer Abwesenheit werden Blumen automatisch gegossen, sobald der Boden zu trocken ist. Mit dem Konzept des Smart Garden haben wir mehr Zeit, um die schönen Aspekte unseres Gartens zu genießen, und wir schaffen es kaum, unsere Lieblingspflanzen vertrocknen zu lassen.

 

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Baum im Topf. Genauso wie in der Modewelt werden momentan auch in der Lebensmittelindustrie Themen wie Nachhaltigkeit und Natürlichkeit großgeschrieben. Ein erster Schritt in die richtige Richtung gelingt hier meist mit selbstangebautem Obst und Gemüse. Dabei müssen es nicht gleich riesige Bäume oder großflächig angebaute Wurzelgemüsesorten sein. Zwerg-Gemüse und Patio-Obstbäume können problemlos in kleinen Töpfen und auf Balkonen gehalten werden. Dies trifft aber nicht nur auf Tomaten, Spinat oder Auberginen zu. Sogar Kürbisse, Salat und Kartoffeln gedeihen auf kleinem Raum prächtig. Patio- oder Mini-Obstbäume wie Zitronen, Orangen, Apfel und Kirsche werden ebenso vermehrt auf kleinem und begrenztem Raum angepflanzt.

Alte Sorte. Und wenn wir schon dabei sind: Alte, fast schon vergessene Sorten werden immer häufiger angebaut. Auch wenn sie weniger ertragreich sind als die Leistungszuchten, sind sie dennoch besonders robust und deshalb gut für den Garten geeignet. Denn sie trotzen schlechtem Wetter oder etwaigen Schädlingen und weisen aufgrund von natürlichen Inhaltsstoffen reichhaltige Vitamine und Mineralien auf. Durch die Bevorzugung naturbelassener Sorten fördert man außerdem die Biodiversität. Wird hier auch noch regionales Superfood wie Heidelbeeren angebaut, freut sich die eigene Gesundheit umso mehr.