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Lifestyle | 21.02.2020

Schule 2.0

Obwohl sie sonst ein fester Bestandteil unseres Alltags ist, bleibt die Digitalisierung in der Bildung vielerorts außen vor.

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(Foto: Shutterstock)

Die Digitalisierung hat mittlerweile beinahe alle Lebenswelten erreicht. Wir liken, wir sharen, wir kommentieren, und wenn wir etwas wissen wollen, dann googeln wir. Kurzgesagt: Wir sind online. In manchen Bereichen geht die Entwicklung allerdings nur sehr träge voran. So auch an den Schulen und Bildungseinrichtungen.

 

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Digital Natives. Egal ob man persönlich vollends im Digitalisierungszeitalter angekommen ist oder eher zu den Verfechtern der guten alten Zeit gehört, die Schülergeneration trennt analoge und digitale Welt nicht voneinander. Digitale Medien sind ein fester Bestandteil ihres Alltags, und somit scheint es naheliegend, diesem Aspekt auch im Bildungsbereich gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass auch in der Berufswelt kaum eine Branche mehr ohne digitale Hilfsmittel auskommt. Es scheint also beinahe fahrlässig, die jüngere Generation nicht umfassend im Umgang mit digitalen Produkten zu schulen.

 

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(Foto: Shutterstock)

Masterplan. Die Notwendigkeit, die Digitalisierung in Schule und Bildung zu integrieren, hat die Politik erkannt. So arbeitet ein Expertenteam bereits seit Sommer 2018 an einem nationalen Masterplan, der innerhalb der kommenden drei Jahre realisiert werden soll. Darin sind sowohl eine Abstimmung der Lehr- und Lerninhalte, der Infrastruktur sowie der pädagogischen Kompetenzen verankert. Auch in Tirol sollen im Rahmen der Digitalisierungsoffensive zwischen 2018 und 2022 eine Million Euro für Infrastruktur und IT-Ausstattung an den Schulen bereitgestellt werden.

 

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(Foto: Shutterstock)

Richtig vernetzt. Was aber macht den Punkt Digitalisierung gerade im Bildungssektor so bedeutend? Immerhin ist das Smartphone der wichtigste Begleiter von Kindern und Jugendlichen. Der Großteil verbringt täglich mehrere Stunden damit. Über den gezielten Einsatz digitaler Medien im Unterricht kann den Schülerinnen und Schülern die bewusste und reflektierte Nutzung nähergebracht werden. Wer den grundlegenden Umgang mit digitaler Technik nicht verinnerlicht, wird früher oder später Probleme damit bekommen. Hierbei spielt auch die Medienkompetenz eine wichtige Rolle, denn es ist nicht allein wichtig, aus digitalen Quellen zu schöpfen, sondern diese auch richtig einschätzen und bewerten zu können. Weiter kann auch Risikofaktoren wie Cybermobbing aktiv begegnet werden. Ein entscheidender Vorteil der Nutzung digitaler Hilfsmittel im Unterricht ergibt sich schließlich daraus, dass so individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingegangen werden kann.

 

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Best Practice. Vorbild in Sachen Digitalisierung in der Schule ist Dänemark. Der „International Computer and Information Study“ (ICIS) zufolge verfügt hier nahezu jede Schule über ein voll ausgebautes und zuverlässiges WLAN-Netz. Daneben geben mehr als 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, täglich digitale Medien im Unterricht zu nutzen, und schneiden dementsprechend auch in computerbezogenen Kompetenzen vorbildlich ab. Jegliche Kommunikation und Organisation, egal ob Hausaufgaben, Noten oder Fehlzeiten, ist längst digital geregelt. Dänemark nimmt eine wahre Vorreiterrolle ein, denn hier flossen schon vor knapp 20 Jahren finanzielle Fördersummen, und das Lehrpersonal musste Computerschulungen absolvieren.

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Erfolgstechnik. Allein der Einsatz der technischen Mittel zu Unterrichtszwecken führt nicht zu verbesserten Lernleistungen. Für die sinnvolle Integration digitaler Medien in den Schulalltag bedarf es Studien zufolge auch entsprechender pädagogischer Ansätze. Somit liegt es zunächst in der Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer, selbst über die nötigen Kompetenzen zu verfügen, um Unterrichtsstunden zielgerichtet mit digitalen Hilfsmitteln anzureichern. Daraus ergibt sich mitunter eine vielversprechende Alternative zum traditionellen Frontalunterricht. Um mithilfe digitaler Medien Erfolge zu erzielen, ist laut Untersuchungen die schülerorientierte Ausrichtung entscheidend. Dabei sollen die Geräte die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Lernen animieren, individuell fördern und so auch insgesamt bessere Lernergebnisse mit sich bringen.