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Lifestyle | 26.09.2019

Urlauben im Mühlviertel

Zwischen Hügeln, Steinbloß und Luxus

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Die Region des Mühlviertels liegt zwischen der Donau im Süden und dem Böhmerwald im Norden. Der Bayerische Wald, das Donautal und das oberösterreichische Mühlviertel laden Urlauber zum Wandern, Reiten und Rad fahren ein. Hier gibt es ausgezeichnete gastronomische Angebote und exklusive Übernachtungsmöglichkeiten. Wer besonders luxuriös residieren möchte,mietet sich in einem Chalet ein. Hier verführen ein Indoor-Pool mit offenem Kamin, Sauna, Whirlpools und verschiedene Treatments dazu, seinen Aufenthalt einfach nur in den hochwertig und liebevoll eingerichteten Zimmern zu verbringen. Höchstens, dass man die zwei Schritte bis zum Badesee geht.

 

Eigentlich würde man so aber eine Menge verpassen, denn das Mühlviertel ruft zu Bewegung und Aktion auf. Am Abend kann man sich dann umso besser in seinem wohlig-warm nach Holz duftenden, individuell eingerichteten Chalet entspannen, zum Beispiel in der freistehenden Badewanne und vor einem knisternden Feuer. Sich entspannen, ausschlafen und viel an der frischen Luft bewegen, diese Schönheitstipps stehen auch bei Top-Models hoch im Kurs.

 

Steinbloß - typisch für das Mühlviertel 
Jede Region ist von ihrer Vergangenheit geprägt und im Mühlviertel lohnt es sich besonders, ganz genau hinzusehen. Die hügelige Landschaft und die traumhafte Natur mit ihren unvergesslichen Ausblicken kontrastiert mit etwas ganz Typischem, das im Mühlviertel überall zu finden ist. Es sind die grau-weiß gefleckten Bauernhäuser, die ganz einzigartig aussehen und sich in die sanfte Hügellandschaft schmiegen. Sie wurden im Steinbloß-Stil erbaut, der das Granithochland bis heute prägt.

 

Was heute sehr dekorativ wirkt, hatte seinen Ursprung in der Not der Menschen. Sie bauten ihre Häuser nämlich mit den Materialien, die sie bei jeder Ernte in ihren Feldern fanden: die grauen Granitfindlinge. Sie wurden aus dem Feld geholt, an die entsprechende Stelle gebracht und dort Stein für Stein zu doppelwandigen Mauern gestapelt. Dabei lagen die flachen Seiten der Steine, die mit Sand und Erde zusammengehalten wurden, immer außen. Der Putz und die Farbe auf den Wänden wurden mit der Zeit wieder abgewaschen, sodass der Stein „bloß“ wurde. Übrigens handelt es sich um eine Bauweise, die selbst modernsten Anforderungen genügt. Im Sommer bleibt ein Steinbloß-Haus nämlich lange angenehm kühl, während im Winter die wohlige Wärme in der Stube gehalten wird.

 

Wanderung auf dem Steinbloß-Mauer-Weg
In Hirschbach können Urlauber sich auf den 12,5 km langen Steinbloß-Mauer-Weg machen und 24 der faszinierenden Steinbloß-Höfe bewundern. Für den Rundweg sollte man rund drei bis vier Stunden einplanen, große Höhenunterschiede sind nicht zu bewältigen. Neben den urigen Gebäuden gibt es auch zahlreiche Kraftplätze und Andachtsplätze, die mit den Steinen gestaltet worden sind.

 

Die berühmte Hoisn-Kapelle besuchen
Wenn ein Haus aus Granitstein schon faszinierend ist, wie viel beeindruckender ist dann eine Steinkapelle? Besucher können sich an der berühmten Hoisn-Kapelle ein eigenes Bild machen. Dieses Unikat wurde ausschließlich mit von Hand bearbeiteten Steinen gebaut. Die Kapelle liegt am Granitsteig, der von Weitersfelden über Haid nach Wienau führt. Der Rundweg ist 10 km lang und führt an aus Granit gemeißelten Kleindenkmälern und Steinbloß-Höfen entlang.

 

Sehenswert: die Marktschmiede Lasberg
Die Marktschmiede ist ebenfalls im Steinbloß-Stil errichtet worden und zählt zu den ältesten Gebäuden der Gemeinde. Hier kann man sich ein lebendiges Bild vom Leben und der Arbeit eines Huf- und Wagenschmiedes machen. Bis ins
Jahr 1953 wurden hier noch wichtige Teile wie Türbänder, Fenstergitter, Pflugeisen und Äxte geschmiedet und Räder beschlagen. Das Besondere an der Marktschmiede Lasberg ist, dass sie im Urzustand erhalten ist.

 

Das Steinbloß bleibt erhalten
Auch wenn heute niemand mehr nach dieser alten Methode baut, immer mehr Hausbesitzer wissen die Substanz ihres Gebäudes zu schätzen und achten darauf, bei notwendigen Reparaturen die alte Baukunst zu behüten und zu bewahren. Auch wenn das Leben in einem solchen Haus einige Nachteile hat, besonders was das Anbringen von Regalen und Ähnlichem betrifft, so sind die Gebäude doch ein Stück lebendige Geschichte.

 

Sport im Mühlviertel 
Bewegung an der frischen Luft hält fit, sorgt für eine rosig durchblutete Haut und strafft den Körper. Im Mühlviertel braucht man nicht viel, um mit Begeisterung draußen unterwegs zu sein. Endlich Urlaub von der Stadt und eine Wohltat für die Sinne. Ob zu Fuß, beim Nordic Walking oder beim Rad fahren, die beeindruckende Natur des Mühlviertels nimmt jeden Outdoor-Freund mit offenen Armen auf. Es gibt zahlreiche Wanderwege und Touren verschiedenster Länge, über die man sich am besten vor Ort erkundigen kann. So entdeckt man bei jedem Besuch ein neues Gesicht der schönen Gegend. Für diese sanften Sportarten bieten sich besonders der Herbst und der Frühling an.

 

Winterfreuden 

Wenn der Winter kommt, zeigt sich das Mühlviertel von seiner schönsten Seite. Ob Skifahren oder Langlauf, hier kommt jeder Wintersportler auf seine Kosten. Auch das Schneeschuh-Wandern oder eine romantische Pferdeschlittenfahrt zählen zu den Dingen, die ein Urlauber im Mühlviertel unbedingt einmal gemacht haben sollte. Zuhause warten dann ein heißes Bad und die eigene Sauna darauf, Wärme und Wohlgefühl zu spenden.