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Lifestyle | 02.07.2018

Ein tierisches Wandererlebnis

Wir von look! Salzburg waren beim Bergerhof Alpaka in Hallein und haben Familie Höllbacher besucht. Gemeinsam gingen wir auf eine knapp zweistündige Wanderung mit Guide Amor. Das Besondere daran: Amor ist ein Alpaka.

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Thomas Kirchmaier

Der Bergerhof Alpaka in Hallein bietet neben hochwertiger Zucht und Produkten aus Alpakawolle auch Wanderungen mit ihren Tieren an. Wir waren für diese Ausgabe zu Gast bei den Besitzern, der Familie Höllbacher, und gingen gemeinsam mit vier ihrer Alpakas in der idyllischen Umgebung des Bergerhofes wandern.

Der Bergerhof in Hallein. Der Bergerhof existiert seit 1643 in der Keltenstadt Hallein. Mittlerweile am Stadtrand gelegen, war er früher in der ländlichen Peripherie zu finden. Rupert und Notburga Höllbacher führen den Hof seit 1984 und investieren seither viel Liebe in die Zucht des österreichischen Fleckviehs. Auf Initiative von Notburga Höllbacher im Jahre 2013 hat die ganze Familie ihre Liebe zu den Alpakas entdeckt und mit der Züchtung dieser außergewöhnlichen Tiere begonnen. Eine Investition in die Zukunft. Bereits bei der Ankunft werden wir von Rupert Höllbacher, dem Sohn von Notburga Höllbacher, zusammen mit seiner Freundin Lisa und ihrem aufgeweckten 17 Monate alten Nachwuchs Felix herzlich begrüßt. „Ich habe vor drei Jahren den Hof meiner Eltern übernommen. Als meine Mutter auf die Idee kam, Alpakas zu züchten, haben wir mit sechs Tieren angefangen – mittlerweile haben wir 23 auf dem Hof“, erzählt Rupert. Seine Freundin Lisa fügt hinzu: „Zu uns kommen Familien mit Kindern, aber auch viele Menschen, die vom beruflichen Alltag abschalten möchten und so bei unseren Tieren in der Natur die Seele baumeln lassen können.“

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Thomas Kirchmaier

Amor, Brandy, Max und Moritz. Familie Höllbacher ist sichtlich stolz auf ihre Alpakas und man merkt, wie viel Liebe und Herzblut sie in ihre Zucht stecken. „Wir legen großen Wert auf Alpaka-gerechte Haltung und darauf, gesunde und vitale Tiere mit bestem Vlies zu züchten, um diese später auch zum Verkauf freizugeben. Unsere Zuchttiere sind alle nachweislich geprüft“, erklärt Tierliebhaber Rupert Höllbacher. Da hat auch ordnungsgemäß jedes Tier seinen Namen, so ist unter ihnen beispielsweise ein Calypso, True Paris, Max, Moritz, Amor oder Brandy zu finden. Ob sie alle auch auf ihren Namen hören, ist allerdings wieder eine andere Sache.

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Thomas Kirchmaier

Der Ursprung der Alpakas. Alpakas haben ihren Ursprung im Hochgebirge der peruanischen Anden. Sie gehören zur Familie der Neuweltkameliden und werden wegen ihrer exklusiven Wolle gezüchtet. „Alpakas sind sehr gesellige Herdentiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten“, erzählt uns Familie Höllbacher. Sie werden bis zu einem Meter groß und je nach Geschlecht zwischen 50 und 90 Kilogramm schwer. „Unsere Tiere sind jetzt im Schnitt sechs Jahre alt“, sagt Rupert und seine Freundin Lisa ergänzt: „Sie können bis zu 20 Jahre alt werden!“ Alpakas kommunizieren über ihre Körperhaltung, Schwanz- und Ohrenbewegungen und eine Vielzahl von Lauten – meist ein leises Summen. „All das macht ein Alpaka so liebenswert“, sind sich Lisa und Rupert einig.

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Thomas Kirchmaier

Das Vlies der Götter. In erster Linie halten Familie Höllbacher ihre Alpakaherde zur Wollproduktion, denn Alpakawolle ist ein wundervolles Naturgarn mit traumhaften Eigenschaften. Die Wolle ist warm und seidig weich, hat einen einzigartigen Glanz und ist besonders wegen dem fehlenden Wollfett verträglich für Allergiker. Produkte aus dieser Wolle sind selbstreinigend, schmutz- und geruchsabweisend und strapazierfähig. „Wir produzieren aus der Alpakawolle verschiedene Produkte wie Steppdecken und Babyschlafsäcke. Alpakabetten sind temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und sorgen für optimales Schlafklima. Aufgrund des geringen Gewichtes und bester Thermoeigenschaften sind sie auch für Rheuma- und Gichtpatienten zu empfehlen“, erklärt Rupert Höllbacher.

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Thomas Kirchmaier

Ein Spaziergang mit Guide Amor. Nachdem wir die Tiere mit ein paar geschnittenen Karotten etwas verwöhnen durften, zeigt uns Lisa, wie man die Alpakas „anhafterlt“. „Das Anleinen ist notwendig, denn Alpakas sind Fluchttiere“, erklärt uns Lisa. „Außerdem können sie leicht erschrecken – entweder bei Hunden, vor allem, wenn diese nicht angeleint sind und auf die Alpakas zulaufen.“ Mit wenigen, sicheren Griffen sind unsere Alpakas, die wir auf die Wanderung mitnehmen, angeleint und bereit zum Spazieren. Niemals fehlen darf dabei Guide Amor, denn diesem Alpaka folgen auch die anderen Herdentiere. „Wie auch bei uns Menschen hat jedes Tier seinen eigenen Charakter. Brandy beispielsweise ist ein sehr aufgeweckter Bursch’, Moritz geht es gerne gemütlich an“, lacht Rupert, der seinen Sohn Felix in einer Kindertrage, die er auf den Rücken gespannt hat, mitnimmt. „Die Tiere passen sich dem Charakter ihres menschlichen Begleiters an“, erklären uns Rupert und Lisa. „Man muss ihnen schon zeigen, dass man sie unter Kontrolle hat. Ist man eher zögerlich, nutzen sie das gerne aus“, lacht Lisa. „Und wenn sie sich bedroht fühlen, spucken sie auch einmal!“Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase marschieren wir los und es ist ein sehr einzigartiges Gefühl, in der schönen Umgebung mit „seinem“ Alpaka gemütlich und entspannt zu wandern und dabei die Natur zu genießen. Für uns ist eines klar: Eine Wanderung mit den flauschigen Vierbeinern lohnt sich auf alle Fälle und ist ein ganz besonderes Erlebnis für Groß und Klein!
und Klein!

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Thomas Kirchmaier