Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 18.10.2018

Happy Birthday, Rockhouse!

Die kreative Kultureinrichtung feiert im Oktober sein Bestehen über ein Vierteljahrhundert. Wir haben uns mit dem Geschäftsführer Wolfgang Descho auf ein Gespräch getroffen und über das „Geburtstagskind“ und sein Erfolgsgeheimnis gesprochen.

Bild Bildschirmfoto 2018-09-27 um 07.44.21.png
(c) Thomas Kirchmaier

Auf dem Spielplan des Rockhouse stehen alle Stilrichtungen von Jazz, Rock, Pop, Folk, Blues, Metal, Punk, Crossover bis hin zu Underground und Singer/Songwriter. Das Rockhouse bietet neben einem ganzjährigen Konzertbetrieb auch kostenlose Workshops für Laien und Musiker, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene an. Internationale und nationale Acts geben sich die Klinke in die Hand, und die lokale Musikszene ist fix im Rockhouse verankert. Das Haus bietet neben den Events seine Räumlichkeiten auch zur Vermietung an – erfreulicherweise werden Veranstaltungssaal, Rockhouse Bar sowie die Arbeits- und Proberäume sehr häufig genutzt. Nun feiert das Rockhouse Salzburg sein 25-jähriges Bestehen.

look! Salzburg: Herr Wolfgang Descho, wir gratulieren zum Jubiläum! Wie feiert das Rockhouse seinen Geburtstag? Welche Veranstaltungen sind geplant?


Wolfgang Descho: Wir feiern das Jubiläum mit einem wunderbaren Herbst-/Winterprogramm. Man könnte es auch als „Ganzjahresfestival“ bezeichnen. Wobei es bei den RockhouseKonzerten immer viele Highlights und feine Überraschungen gibt und gab! 25 Jahre Rockhouse münden am 12. und 13. Oktober in eine ausgelassene zweitägige Geburtstagsfeier. Zu diesem Anlass gibt es selbstverständlich auch ein schillerndes Programm. Und ein paar zusätzliche Überraschungen gibt es ebenfalls, die darf ich aber noch nicht verraten. Es sind alle herzlich eingeladen, einfach im Rockhouse vorbeizuschauen und mit uns zu feiern.

Auf welche Momente der vergangenen Jahre blicken Sie gerne zurück? Was blieb Ihnen besonders in Erinnerung?


Da war natürlich die Eröffnung, die nach einem 13-jährigen Ringen für dieses Haus einen positiven Start brachte. Dann natürlich unzählige tolle Konzerte, da kann ich gar nicht alle aufzählen, aber auch die Gespräche „danach“ bei einem Bier an der Rockhouse Bar, wie mit den Simple Minds oder Wolfgang Niedecken (BAP), Sven Regener (Element of Crime) oder den Beatsteaks, um nur einige zu nennen, sind schon etwas Besonderes. Ein ganz besonderer Abend war aber die letzte Xtra-Ordinary-CD-Präsentation (Anmerkung der Redaktion: jährliche CD-Compilation von Salzburger Bands und Musikprojekten, produziert vom Rockhouse Salzburg), die ein wirklich gelungenes Fest der Salzburger Musikszene war und etwas sehr Besonderes für mich persönlich darstellte.

Was ist das „Erfolgsgeheimnis“ des Rockhouse Salzburg?


Das macht die Mischung aus kreativem Arbeitshaus (Proberäume, Rockhouse Academy – Fortbildung) und ganzjährigem Konzertbetrieb sowie Servicestelle und kommunikativem Treffpunkt aus. Die Kontinuität, auch des Rockhouse-Teams, ist ein weiterer Pluspunkt. Und die Neugier auf Neues. Persönlich glaube ich, dass es enorm wichtig ist, gut zuhören zu können, und da meine ich nicht nur das Musikhören …

Das Rockhouse Salzburg steht für ein Haus der Musik ohne stilistische Grenzen sowie als Quelle künstlerischer Innovation. Wie werden die Bands beziehungsweise die Musiker ausgewählt?


Die Salzburger Musiker stellen sich quasi selbst auf, indem sie sich bei uns melden und engagieren. In der Reihe Local Heroes, als Support Acts und in eigenen Konzerten gibt es für die heimische Szene immer Platz. Das internationale Konzertprogramm stellt vor allem unser Programmleiter Wolf 
Arrer zusammen. In einem jahrelang gewachsenen Netzwerk, manchmal gemeinsam mit Projektleitern, wurde eine Basis aufgebaut, auf der Wolf Arrer dann das Rockhouse-Programm zusammenstellt. Er hat ein tolles Gespür für neue Trends und für Qualität. Daher haben wir oft grandiose junge Newcomer und legendäre Meilensteine der Musikgeschichte im Rockhouse zu Gast!

Welche Musikrichtung hören Sie privat am liebsten?

Da bin ich sehr vielseitig. Alles außer volkstümlicher Musik und Zwölf-Ton-Musik. Quasi von Abba bis Zappa. Privat höre ich gerne die Salzburger Bands von Steaming Satellites, Please Madame, Dame, Mynth, Magic Delphin, The Sellout, The Makemakes, Coperniquo, Scheibsta, 13, Speed Limit und noch viele mehr an.

Gibt es Pläne und Projekte für die kommenden weiteren 25 Jahre im Rockhouse Salzburg?


Das Rad müssen wir ja nicht neu erfinden. Denn Musik, vor allem Live-Musik ist ein intensives Erlebnis, das keine Technik der Welt wegbeamen kann. Unsere Ziele sind: Das Rockhouse als Haus der Musik und der Musiker ohne stilistische Grenzen weiterhin zu etablieren. Weiters das Angebot eines ganzjährigen Konzertbetriebes, der die internationale und auch nationale Musikszene „am Puls der Zeit“ präsentiert. Die Abbildung neuer Entwicklungen und Trends der globalen Popkultur, Aufspüren des noch Unerhörten, des ungewohnten Neuen als Quelle künstlerischer Innovation, Präsentation von Protagonisten der Popgeschichte als Zeitzeugen musikalischer Nahversorger des Großraums Salzburgs. Gleichgewichtet sind die weiteren konzeptionellen Schwerpunkte. Nicht zuletzt steht das Rockhouse Salzburg als kreatives Arbeitshaus, (Fort-)Bildungseinrichtung, kommunikativer Treffpunkt und Servicestelle. Und natürlich wünsche ich mir, dass das Rockhouse Salzburg auch in Zukunft weiterhin so lebendig und gut besucht ist!