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Lifestyle | 02.07.2018

Wandern mit Kindern: Der Weg ist das Ziel!

Sie lieben Wandern? Doch Sie haben einen kleinen „Bergmuffel“ zu Hause, der beim Wort „Wandern“ genervt mit den Augen rollt? Helmut Schwarzenberger, Geschäftsführer der Naturfreunde Salzburg, hat uns ein paar Tipps verraten, wie man bereits kleine Kinder für die Welt der Berge begeistern kann.

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Nico Gerlach

Worte wirken. Und oft hängt es nur vom Wording ab, ob ein Wanderausflug erfolgreich wird oder nicht. Während Kinder auf die Ansage „Kommt, wir gehen heute wandern!“ gequält gähnen und die Augen verdrehen, erweckt der Vorschlag „Wie wär’s mit ein bisschen Bergsteigen?“ Neugierde, Entdeckerdrang und Motivation. „Das Wort ‚Wandern‘ ist leider bei vielen Kindern und vor allem Jugendlichen negativ behaftet. Wer das weiß, kann mit Ausdrücken wie ‚Bergsteigen‘ oder ‚Bergtouren‘ positiv gegensteuern“, ist Helmut Schwarzenberger, selbst Vater eines Sohnes, überzeugt. Im gemeinsamen Gespräch auf der Salzburger Stadtalm verrät uns Schwarzenberger weitere wertvolle Tipps, um Wanderungen mit Kindern zu unvergesslichen gemeinsamen Naturerlebnissen werden zu lassen.

Gut planen. Planen Sie mit den Augen der Kinder. Fragen Sie sich: Was könnte ihnen gefallen und sie begeistern? Bedenken Sie: Beim Wandern mit Kindern ist stets der Weg das Ziel. Eine schöne Bergtour beginnt im Wohnzimmer mit Wanderkarte, Wanderführer und Wetterbericht. Überlassen Sie bei der Planung nichts dem Zufall! Zur Pflichtübung Nummer eins zählt übrigens der Wetter-Check.

Abwechslung ist attraktiv. Nichts demotiviert Kinder mehr als stundenlange „Hatscher“ auf monotonen Forststraßen. Kinder lieben die Abwechslung. Entdecken Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Natur, beobachten Sie Pflanzen, Tiere und Bachläufe. Pritscheln im Wasser ist sowieso immer der Renner. Für Klein und Groß.

Zeit lassen. Kinder ermüden zwar schneller, erholen sich aber auch wieder rasch. Geben Sie den Kindern die Zeit, die sie brauchen. Rund die Hälfte der Wanderzeit sollten Sie für Pausen einplanen. Außerdem gibt es bei einer Wanderung so viel zu entdecken. Nutzen Sie die Chance, selbst die Natur wieder mit Kinderaugen zu erleben.Ausreichend trinken. Kinder werden rasch durstig. Sie brauchen auch tatsächlich mehr Flüssigkeit als ein Erwachsener – etwa eineinhalb- bis zweimal so viel. Am besten eigenen sich Früchtetee, stark verdünnte, ungesüßte Säfte oder Wasser.Mut zur Umkehr. Der Abstieg wird oft unterschätzt. Müdigkeit und nachlassende Konzentration sind häufige Unfallursachen. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind erschöpft ist, drehen Sie besser um. Falscher Ehrgeiz nimmt Ihren Kindern den Spaß am Wandern.



Kleidung und Ausrüstung. Nehmen Sie ausreichend Kleidung mit! Kinder sollen vor Schlechtwetter und Kälte, aber genauso vor intensiver Sonnenbestrahlung geschützt werden. Kappe, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind ein Muss. Das Schuhwerk soll eine gute Sohle haben, leicht und dennoch fest genug sein.