Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 29.07.2019

Wir gehören zusammen!

Was passiert, wenn eine typische Lungauerin und eine typische Karibianerin sich ineinander verlieben? Nichts anderes als bei vielen anderen Paaren. Sie wollen gemeinsam in die Zukunft blicken, gemeinsame Kinder und eine Eigentumswohnung mit Garten haben.

Bild _DSC5179.jpg
(c) Thomas Kirchmaier

Die 30-jährige Yina Ramos wurde in der Dominikanischen Republik geboren und ist im deutschen Saarland aufgewachsen. Vor elf Jahren kam sie nach Salzburg und verliebte sich sofort in die Stadt. Eigentlich wollte sie hier nur ein paar Jahre bei ihrer Tante Joselyn wohnen und eine Lehre absolvieren. „Gott sei Dank ist sie geblieben. Sie ist meine Welt!“, sagt Maria Bogensperger freudestrahlend. Dass die beiden zusammengehören, sieht und spürt man sofort. Liebe auf den ersten Blick. Yina und Maria haben sich auf einer Party bei gemeinsamen Freunden kennengelernt. „Ich war sofort geflasht, als Yina bei der Tür hereinkam“, erzählt Maria. „Mich hat fasziniert, wie Maria getanzt hat. So frei, so unbekümmert, so echt“, sagt Yina. „Viele Menschen sind sogar beim Tanzen auf ihre Außenwirkung bedacht, wollen anderen gefallen. Erst dachte ich, Maria tanzt zum Scherz so ungezwungen“. Keine von den beiden wollte an ihrem ersten Abend des Kennenlernens nach Hause gehen. Vom ersten Augenblick an waren sie unzertrennlich und haben die Nacht zum Tag gemacht.Elf Tage, elf Dates. Ihrem ersten Treffen im Juni 2016 folgten elf Tage, an denen sie sich täglich verabredeten. In der Zeit, in der sie sich nicht sahen, telefonierten sie, schickten einander unzählige Textnachrichten und Songtitel. „Es war eine so schöne, intensive, unvergessliche Zeit“, erinnern sich die beiden zurück. An Tag zwölf stand für Maria und Yina fest: „Wir gehören zusammen und wollen die Zukunft gemeinsam gestalten und erleben.“ Gesagt Ω getan. Die Frage aller Fragen. „Willst du Frau Ramos werden?“ Diese Frage stand auf einem Zettel, der das Ende einer Schnitzeljagd war, die Yina für Maria als Heiratsantrag inszenierte. Und natürlich sagte Maria gleich „Ja!“. Geplant war als Hochzeitstag der 22. Juni 2019, doch manchmal kommt es anders als man denkt. Denn ihr gemeinsames Wunsch-Baby wird just zu diesem Zeitpunkt erwartet. So verlegten die beiden die Hochzeit einfach vor und gaben einander im April dieses Jahres das Ja-Wort.Black and White. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an Ω die dunkelhäutige Yina und die blonde Maria. So war auch das Motto der Hochzeit sofort klar: „Black and White“ sollte es lauten, und es bezog sich nicht nur auf die Hautfarbe der Familien, sondern auch auf den Dresscode. „Aber sonst haben wir nichts vorgegeben, sind alles ganz entspannt angegangen. Wir wollten ein lockeres Fest, eine schöne Party mit unserer Familie.“So anders, so gleich. Für viele Menschen mag der Anblick eines gleichgeschlechtlichen Paares irritierend wirken. Yina und Maria sind sich dessen zwar bewusst, gehen damit aber ganz entspannt um. „Familie, Freunde und Bekannte hatten nie ein Problem damit, dass ich mit einer Frau zusammenlebe“, sagen sowohl Yina als auch Maria. Und bei der Hochzeit, wo manche Familienmitglieder sich zum ersten Mal kennenlernten, steckte der karibische Charme sofort die doch etwas zurückhaltendere Lungauer Familie mit ihrer Lebensfreude und ihrem Temperament an. „Wir haben so viel zusammen gelacht und getanzt, das verbindet“, sagt Yina. Und was ihre Zukunftspläne betrifft? Die sind gar nicht so anders als die von heterosexuellen Paaren. Vielleicht noch ein zweites Kind, eine schöne Eigentumswohnung mit einem kleinen Garten und ganz viel harmonisches und glückliches Familienleben.