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Lifestyle | 10.12.2018

Wo das Christkind wohnt

Sie sind noch nicht in Weihnachtsstimmung? Haben so viel zu tun vor dem großen Tag? Und die herbeigesehnte Vorfreude auf das Fest aller Feste will sich einfach nicht einstellen? In solchen Fällen kann ein Besuch im Salzburger Weihnachtsmuseum wahre Wunder bewirken. Wir waren dort – und sind verzaubert.

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(c)Thomas Kirchmaier

Das Christkind wohnt am Mozartplatz. Genau genommen an der Adresse Mozartplatz Nummer zwei. Im Herzen der Salzburger Altstadt zwischen der Neuen Residenz und dem Salzburg Museum. Oberhalb des ehemaligen Cafés Glockenspiel. Und zwar seit 2014. In diesem Jahr nämlich, am 6. Dezember, dem Nikolaustag, wurde hier das Salzburger Weihnachtsmuseum eröffnet. Und mit ihm haben Nikolaus und Krampus, Christkind und Weihnachtsmann eine neue Heimat gefunden. Das Museum rief mit seinen ganzjährigen Öffnungszeiten in der Salzburger Bevölkerung Erstaunen hervor. Es mag schon eigenartig anmuten, ein Weihnachtsmuseum, das von Jänner bis Dezember geöffnet ist. Mittlerweile sind Besucher aus der ganzen Welt fasziniert von der kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung Ursula Kloibers, die über 40 Jahre lang unzählige Einzelstücke und Arbeiten zum Thema „Advents- und Weihnachtszeit von 1840 bis 1940“ zusammengetragen hat. „Diese Zeitspanne ist bewusst gewählt und typisch für Sammler von Objekten zur Weihnachtszeit: Im Biedermeier etablierte sich Weihnachten endgültig als Familienfest mit gegenseitigen Geschenken. Das Ende dieser Zeitspanne markiert der Zweite Weltkrieg, der auch die Entwicklung und das Begehen der Weihnachtstraditionen jäh stoppte“, erzählt Kunsthistorikerin Ulrike Winger, die uns durch das Museum führt.

Zeitreise. Doch auch für Salzburger ist ein Rundgang durch das liebevoll gestaltete Museum mitten im Zentrum der Stadt durchaus lohnenswert. Vor allem, so meinen wir, in der Adventszeit. Das Museum ist der perfekte Ort, um der vorweihnachtlichen Hektik zu entfliehen, einzutauchen in die magische Weihnachtswelt und eine volle Ladung Weihnachtsstimmung aufzutanken. Kaum passiert man den Eingang zum Museum, findet man sich, fast wie Alice im Wunderland, in einer völlig anderen, zauberhaften Welt wieder. Eine Welt, die mit Licht und Schatten, Glanz und Farben spielt. Das Drehkreuz katapultiert einen wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit, vielleicht auch in die eigene Kindheit zurück.

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(c) Thomas Kirchmaier

Der erste Raum der Ausstellung ist dem Advent gewidmet. Eine Reihe von Adventkalendern, in unterschiedlichsten Formen und Ausfertigungen, als Uhren, mit und ohne Türchen, stecken die Besucher mit dem Virus der ungeduldigen Vorfreude auf das Weihnachtsfest an. Liebevoll gestaltete Briefe an das Christkind zaubern den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht und beim Betrachten der detailtreu gestalteten Weihnachtsmarkt-Szenen möchte man am liebsten selbst ein Figürchen, ein Teil dieser Weihnachtsidylle werden. Wem das zu romantisch scheint, der geht ganz einfach weiter in den nächsten Raum. Der ist nämlich den Krampussen gewidmet, da ist es dann bald wieder vorbei mit der Weihnachtsidylle. Weiter führt die Ausstellung ins Erzgebirge, wo Weihnachtsdekorationen und Spielzeuge die heile Weihnachtswelt repräsentieren. Lichtbringende Engel, faszinierende Stockwerkspyramiden und handgedrechselte Räuchermänner sowie Seiffener Nussknacker in allen Variationen bringen die Besucher zum Staunen. Nicht fehlen dürfen in dieser Wunderwelt natürlich eine Backstube mit kunstvoll gefertigten Backmodeln und ein festlich dekoriertes Weihnachtszimmer.



Mehr Lametta bitte. Der hinterste Raum schließlich erstrahlt in hellstem Lichterglanz. Man wird schier geblendet von den vielen Lichtern, dem vielen Silberschmuck und dem Lametta, die sich auf allen Seiten des Baumes in den Spiegeln reflektieren. Und wer allerspätestens jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, dem sei eine Tasse Punsch oder Glühwein am benachbarten Christkindlmarkt ans Herz gelegt.