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People | 17.07.2020

Glück in Salzburg

Ausgerechnet zur Festspielzeit: Gevatter Tod holt nicht nur Jedermann, sondern auch einen prominenten Zuschauer. Und was hat Medikamentenhandel damit zu tun? Martin Glücks vierter Fall von Christine Grän und Hannelore Mezei erscheint pünktlich zum 100-Jahre-Jubiläum der Salzburger Festspiele. Wir haben das Autorinnenduo auf ein Gespräch getroffen.

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(c) Thomas Kirchmaier

Hannelore Mezei und Christine Grän kennen sich aus der gemeinsamen Schulzeit in Gleisdorf bei Graz. Beide verbindet eine tiefe Freundschaft und haben sehr viel Spaß zusammen – daher gibt es nun „Glück in Salzburg“, den mittlerweile vierten Band der Reihe rund um den Ermittler Martin Glück.



Unser look! Salzburg: Der neue Band aus der erfolgreichen Martin-Glück-Reihe erscheint pünktlich zum 100-Jahre-Jubiläum der Salzburger Festspiele. Was genau erwartet die Leserin und den Leser im Buch?
Hannelore Mezei: Viel Salzburg: die Salzburger Festspiele, Humor, eine Liebesgeschichte, zwei Todesfälle, etwas Spannung.
Christine Grän: Und ein überraschendes Ende!
Es ist bereits Ihr viertes gemeinsames Buch. Wie würden Sie die Zusammenarbeit beschreiben? Wie entstehen die Bücher in gemeinsamer Arbeit?
Hannelore Mezei: Zuallererst treffen wir uns und sammeln Ideen. Danach überlegen wir uns den Handlungsfaden und planen Kapitel für Kapitel durch. Jede von uns schreibt zwei Kapitel, wenn es gerade passt auch mal mehr oder weniger.
Christine Grän: Jedenfalls schreiben wir abwechselnd. Wir haben das große Glück, dass wir uns gut verstehen, denselben Humor haben und sich das dann auch positiv auf das Schreiben auswirkt. Wir haben hier in Salzburg vorab Interviews geführt wie beispielsweise mit der Chefbühnenbildnerin der Salzburger Festspiele, die uns den Ablauf hinter der Festspielbühne gezeigt hat. Im medizinischen Bereich haben wir uns mit dem Vorstand der Herzchirurgie in der Salzburger Paracelsus-Universitätsklinik getroffen, der uns ebenfalls viel erklärt hat und für unseren Krimi nützliche medizinische Informationen mitgegeben hat.
Hannelore Mezei: Wir recherchieren immer alles genau, sammeln Informationen, und daraus entsteht dann nach und nach das Buch. Übrigens sind wir das österreichweit einzige Autorinnenduo.
Martin sucht Mörderinnen und Mörder, das Glück, sich selbst. Wie würden Sie die Figur Martin Glück beschreiben?
Hannelore Mezei: Wir haben uns einen Mann ausgedacht, den wir beide mögen würden – sowohl äußerlich als auch seinen Charakter.Er ist fesch, hat seine Ecken und Kanten, ist etwas patschert mit Frauen, aber auch sensibel und humorvoll.
Christine Grän: Er verbeißt sich manchmal in Fälle. Wie ein Bullterrier. Aber ein netter Bullterrier!
Hannelore Mezei: Jedenfalls kommt er weder als Macho noch als Weichei daher, sondern als ganz normaler Typ. Die Figur hat sich im Laufe der Krimireihe auch entwickelt. Am Anfang, also im ersten Krimi, war er noch sehr jähzornig. Jetzt wird er toleranter gegenüber Menschen, die ihm nicht so sympathisch sind. Außerdem findet er im aktuellen Roman einen Zugang zur Kultur.

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(c) Thomas Kirchmaier

Café Bazar, Hotel Stein, Museum der Moderne am Mönchsberg … Im Krimi kommen viele bekannte Salzburger Orte vor. Was verbindet Sie persönlich mit Salzburg?
Hannelore Mezei: Salzburg ist eines der schönsten Bundesländer. Wunderbare Landschaft, die Kultur und die Lebensart. Wir haben während unserer Zeit in Salzburg in der Ferienwohnung von Freunden in Maxglan gewohnt. Und trotz gelegentlichem Schnürlregen sind wir jeden Tag rumgelaufen, nicht nur um zu recherchieren, sondern wir haben auch Stadt und Leute genossen. Salzburg hat ja auch kulinarisch viel zu bieten. Es war wie Urlaub.
Christine Grän: Salzburg ist ein Konglomerat aus Weltstadt und gemütlichem Dorf. Eine reizvolle Mischung. Die Salzburgerinnen und Salzburger sind ziemlich cool. Ich war beeindruckt von dem ganz eigenen Charme dieser Stadt. Ein Ort, an dem man gut leben könnte.
Darf man sich zukünftig auch auf einen weiteren Krimi freuen?
Hannelore Mezei: Das glauben wir schon. Martin Glück ist uns ja ans Herz gewachsen. Als Nächstes schicken wir ihn vielleicht aufs Land - Niederösterreich oder Burgenland.
Christine Grän: Wir treffen uns im Juli wieder und entscheiden, wo es hingeht und welches Thema wir diesmal aufgreifen. Aber Mord muss schon 
sein.

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(c) Verlag ars vivendi