Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 11.12.2019

Wordrap mit...Verena Wegscheider

Seit 2015 ist Verena Wegscheider Center-Managerin im Salzburger SES-Einkaufszentrum FORUM 1. Wir haben die gebürtige Tirolerin getroffen und uns über Karriere, soziales Engagement und ihre persönliche Lebensphilosophie unterhalten.

Bild Frau Wegscheider-6340.jpg
(c) Thomas Kirchmaier

Verena Wegscheider vereint Kompetenz, Leidenschaft und Experimentierfreudigkeit: eine ideale Mischung, um ein Shopping-Center wie das FORUM 1 zu managen. Auf über 15.000 Quadratmetern und in 50 Shops, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben können Kunden ihre Einkäufe erledigen oder sich die Wartezeit vertreiben. Dabei ist es der Center-Managerin wichtig, immer eine angenehme Einkaufsatmosphäre zu schaffen, abwechslungsreiche Events und Kampagnen zu organisieren und die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten, die der Gastronomiebereich anbietet, zu verwöhnen. Fast fünf Jahre leitet die studierte Kommunikationswissenschafterin nun schon das erfolgreiche Shopping-Center am Hauptbahnhof.

Unser look! Salzburg: Frau Wegscheider, wenn Sie an Ihre Anfänge als Center-Managerin im FORUM 1 zurückdenken, was hat sich bis heute alles getan, welche Bilanz können Sie ziehen?

Verena Wegscheider: Ich kann sagen, dass ich so entspannt arbeite wie noch nie! Das Center läuft sehr gut, die Zahlen stimmen und ich glaube, dass es, wie sooft im Leben, Phasen gibt, in denen man viel Zeit und Arbeit in eine Sache investiert und es dadurch dann auch manchmal fast wie von selber läuft. In diesem Flow befinde ich mich gerade. Natürlich habe ich um mich auch ein tolles Team. Meine Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß und ich freue mich jeden Tag auf die Menschen, denen ich begegne. Ich gehe gerne täglich mehrmals durch das FORUM 1. Dadurch entwickeln sich gute Bekanntschaften mit Mitarbeitern und Kunden. Ich weiß von vielen Menschen, welche Themen sie beschäftigen. Das alles schafft eine familiäre Atmosphäre. Mir ist es sehr wichtig, dass man sich in unserem Shopping-Center wohlfühlt, Einkaufen sollte ein angenehmes Erlebnis für alle sein. Ein weiterer Punkt ist sicher auch die Gastronomie. 25 Prozent der Fläche machen bei uns Lebensmittel, Restaurants und Cafés aus. Dieser Bereich wird immer wichtiger, da wir sehr zentral sind und sich die Leute auf ihrem Weg eine kleine Mahlzeit mitnehmen, frühstücken oder die Möglichkeit haben möchten, schön essen zu gehen. Ich selber gehe gerne mit offenen Ohren und Augen durch die Stadt und lasse mich inspirieren. Wenn ich etwas sehe, das mich überzeugt, dann möchte ich das auch für das FORUM 1 probieren. Es ist mir dabei aber immer wichtig, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Marke zu uns passt.

Soziales Engagement liegt Ihnen sehr am Herzen. Wie setzen Sie das im FORUM 1 um?

Mir geht es darum, Dinge zu fördern, die etwas für den Menschen tun. Im Jahr 2019 haben wir beispielsweise einen „Yes You Can“-Raum für den Chor der Salzburger Straßenzeitungsverkäufer bereitgestellt oder 
bieten den Raum auch für junge Künstler oder Workshops an. Was ich noch eingeführt habe ist der Mitarbeiter-Adventkalender. Im Dezember dürfen unsere 400 Mitarbeiter ein Los mit coolen Gewinnen ziehen und ich gebe dann täglich das Gewinnerlos bekannt. Ich finde, das ist einfach eine Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitern und auch eine tolle Motivation, besonders in der oft stressigen Weihnachtszeit.

Was würden Sie Frauen in Führungspositionen raten? Welche Eigenschaften sollten sie mitbringen?

Ich denke, man sollte nicht abwarten, bis jemand auf einen zukommt, sondern selbst die Initiative ergreifen und Dinge einfach und direkt aussprechen. Es ist wichtig, klar zu wissen, was man kann, und dass man sich dabei nicht verstellt. Dann entwickelt sich ein natürliches Selbstbewusstsein.

Worin finden Sie Ihren beruflichen Ausgleich?


Ich liebe es, an manchen Tag zeitig in der Früh aufzustehen und an der Salzach entlangzulaufen, zuzusehen, wie Salzburg langsam erwacht. Außerdem achte ich in meiner Freizeit darauf, mich mit Leuten zu umgeben, die mir guttun. Ich bin gerne in der Natur, reise viel und vor allem koche ich gerne. Ich probiere viel Neues in der 
Küche aus, lasse mich von meinen Reisen und Mitmenschen inspirieren. 
Übrigens kann ich ganz schnell vom beruflichen auf das Private – und 
umgekehrt – umschalten. Ich trage die Dinge nicht mit und kann daher ganz gut den Moment genießen.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Im Jahr 2018 gab es für mich viele Änderungen: Ich habe mich von meiner langjährigen Beziehung getrennt, beruflich gab es ebenfalls personelle Änderungen im Team. Aber daraus habe ich gelernt, wie wichtig es ist, aus seiner Komfortzone zu treten und dass sich hinter Unbekanntem oft auch etwas Schönes versteckt. Man muss sich nur trauen, aktiv zu werden! Im Beruflichen ist es wichtig, dass man geduldig ist. In meinem Unternehmen fühle ich mich von meinen Vorgesetzten wertgeschätzt und man vertraut mir. Und das können sie auch! Aber dieses Vertrauen entsteht eben erst mit der Zeit, das kann man nicht kaufen.

Wo sehen Sie sich mit dem FORUM 1 in den nächsten fünf Jahren?
Ich sehe der Zukunft des Shopping-Centers sehr positiv entgegen, da Salzburg einfach die Top-
Reisedestination ist, eine gute Infrastruktur rund um den Bahnhof hat und die Stadt tourismusfreundlich ist. Wir 
wollen weiterhin darauf achten, dass das FORUM 1 gut funktioniert und 
wir uns an Kundenbedürfnissen orientieren. Wir bleiben nicht stehen, wir 
experimentieren, probieren Neues aus, halten unsere Augen offen. 
Darum nenne ich uns manchmal auch liebevoll das „Experimentier-Center“! (lacht).

 

#Wordrap 

Diese Eigenschaft schätze ich an Menschen … ... Handschlagqualität.
Das finde ich an meinem Beruf spannend … ... die Kombi aus Hirn und Bauch.
Fehler sind ... ... normal. Wer keine Fehler macht, macht sonst auch nicht viel.
Könnte ich etwas auf der Welt ändern, würde ich mir wünschen, dass ... ... Menschen, anstatt andere zu bewerten, lieber Mehr auf sich selbst schauen.
Darauf bin ich stolz ... dass ich heuer den Kopfstand gelernt habe.
Mein Vorsatz für 2020 ist … noch mehr von dem zu tun, was mir guttut.